"28 Weeks Later" vermeidet es, vertrautes Terrain zu betreten oder zu versuchen, den Erfolg des ersten Films zu wiederholen ... und geht stattdessen mit mehr Tempo, Action und Gore vor. Obwohl er dabei nie ganz die Höhe des ersten Films erreicht, ist er trotzdem eine würdige Fortsetzung.
Eine brillante schwarze Komödie von Peter Jackson ... und gleichzeitig der ultimative Gore-Film. Das Filmteam hatte offensichtlich viel Freude an exzentrischer und absurder Komik, die gepaart mit einigen wirklich originellen Effekten, reichlich Blutspritzern und Monsterchaos "Braindead" zum kultigen Leckerbissen macht. In der letzten halben Stunde sorgen sensationelle Grotesken für ein wunderbar choreografiertes Blutbad, das seinesgleichen sucht ...
In den USA wurde der Film unter dem Namen "Dead Alive" veröffentlicht.
Braindead ist absoluter Kult, die Mutter aller Splatterfilme. Kaum zu glauben, dass der gleiche Regisseur später Filme wie Heavenly Creatures, In meinem Himmel oder die Herr der Ringe-Filme gedreht hat.
Im Popcorn-Bereich finde ich "I Am Legend" richtig gut, egal welches Ende. "World War Z" ist für mich eher ein Abklatsch.
Das Finale von Braindead hat für alle Zeiten die Top-Marke an Splatter gesetzt. Es ist mir bis heute ein Rätsel, wie Peter Jackson aus dieser Nische wieder herausgekommen ist. Wie hat er ein Studio davon überzeugt, einen Film wie Heavenly Creatures zu produzieren mit diesem Portfolio?
☟ smog in berlin. nichts wie hin. weil du mich küsst, bin ich kein tourist.
Boah. Die Untoten scheinen dir ja am Herzen zu liegen.
Da ich dem Horrorgenre ansich nicht abgeneigt bin (v.a. atmosphärisches und/oder handmade Specialeffects) und auch noch einige Lücken schließen muss (gerade was manche alte Klassiker angeht), werd ich den Thread sicherlich beizeiten mal hervorkramen.
Zitat von schnickschnack im Beitrag #22Boah. Die Untoten scheinen dir ja am Herzen zu liegen.
Am Herzen liegen ist vielleicht etwas übertrieben ... das Subgenre hat im Prinzip wie jedes Genre und Subgenre ein paar Perlen und jede Menge Schrott. Und weil momentan "28 Years Later" in den Kinos läuft, rolle ich das Feld für mich neu auf und konzentriere mich in diesem Thread auf die (subjektiven) Perlen.
Demnächst stehen noch zwei Klassiker von Lucio Fulci ("Zombi 2" (1979) und "The Beyond" (1981)) und das Remake von "Night Of The Living Dead" (1990) von Tom Savini auf dem Programm ... ich werde berichten
Ja, Tom Savini heißt der, dieser Maskenbildner und Specialeffects-Konstrukteur. Finde ich sehr faszinierend, sowas. Der durfte dann ja auch aus Gründen die Penispistole ausklappen bei 'From Dusk Til Dawn'.
Ein eher unnötiges Remake, das die Geschichte des Originals mit ein paar neuen Wendungen exakt nacherzählt. Romero und seine ursprünglichen Partner hatten mit dem Original kein Geld verdient ... deshalb waren die Gründe für die Neuverfilmung laut Romero (der hier als Produzent fungierte) rein finanzieller Natur. Das merkt man dem Remake an ... die "Nacht der lebenden Toten" wird zwar wiederbelebt, aber sie wird nie wirklich zum Leben erweckt. Positiv hervorzuheben sind Tony Todd als Ben und die von Everett Burrell und John Vulich geschaffenen Zombies, die weitaus ausgefeilter als im ersten Film sind.
...E tu vivrai nel terrore! L'aldilà (Lucio Fulci, 1981)
"The Beyond" (dt. Titel: "Die Geisterstadt der Zombies") ist ein verblüffend sinn- und planloser Horrorfilm, dessen hanebüchene Geschichte nur ein Vorwand für schlechte und sadistische Folter- und Gore-Tableaus ist. Warum dieser Film als Klassiker gilt, ist mir völlig schleierhaft ... Zeitverschwendung!
"And you will face the sea of darkness, and all therein that may be explored." (Narrator)
Auf der Karibikinsel Matool versucht der Arzt David Menard, eine Flut von kannibalischen Zombies einzudämmen, die von den Toten zurückkehren ...
"Zombie" (dt. Titel: "Woodoo - Die Schreckensinsel der Zombies"), auch als "Zombie Flesh Eaters" bekannt, ist ein ähnlich sinnloses und unoriginelles Machwerk wie "The Beyond". Plausibilität und gute schaupielerische Leistungen sucht man hier vergebens. Fulcis Arbeit hat ja durchaus ihre Verfechter, aber seine Filme sind im Endeffekt schwachsinnig und nur für Hardcore-Gore-Fans interessant.
"Out there! They're coming back to life! They're everywhere!" (Peter West)
Zitat von CHX im Beitrag #14The Return Of The Living Dead (Dan O'Bannon, 1985)
Vermutlich der beste Zombie-Film der 80er Jahre, der es schafft, Horror und Komödie gelungen zu kombinieren. Der Film ist der reinste Punk ... trashig, witzig, schludrig und nie langweilig.
"You think this is a fuckin' costume? This is a way of life." (Suicide)
Gestern angeschaut. Unterhaltsam ist es ja, aber teilweise schon extremst trashig. Zumindest hat man nicht viel Zeit verschwendet, um zu etablieren, dass eine der Damen die meiste Zeit nackig herumrennt. War absolut schlüssig umgesetzt...
Don Calfa fand ich in seiner Rolle aber toll.
Send... more... paramedics.
Ein frecher Lümmel, dieser Larry. - L. Umich -
„Nu schadt ja det den Sauerkraut nischt, aber wat soll der Unsinn?“
Eine Gruppe von Überlebenden des Wutvirus lebt auf einer kleinen vorgelagerten Insel. Von dort schleicht ein Junge mit seiner kranken Mutter auf das unter Quarantäne stehende Festland, um einen Arzt aufzusuchen, der seiner Mutter helfen könnte ...
Eine gut besetzte, packende und beunruhigende Saga im Superbreitbildformat (2,76:1), die sowohl das Erbe ihrer Vorgänger fortsetzt als auch den Beginn einer vielversprechenden neuen Horror-Trilogie markiert. Im Kern ist "28 Years Later" ein kleines und persönliches Drama über Liebe, Familie und das Akzeptieren von Verlust. Das Ende mutet zwar etwas bizarr an, macht aber dennoch Appetit auf die Fortsetzung ("28 Years Later: The Bone Temple"), die 2026 in die Kinos kommt.
"There are so many dead. Infected and non-infected alike. Because they are alike." (Dr. Kelson)
Den Text, den man im Trailer von "28 Years Later" eingesprochen hört, ist übrigens ein Gedicht namens "Boots" vom englischen Schriftsteller und Dichter Rudyard Kipling (1865-1936). Es wurde erstmals 1903 in seiner Sammlung "The Five Nations" veröffentlicht.
1915 wurde das Gedicht von dem amerikanischen Schauspieler Taylor Holmes aufgenommen ... die Sprachaufnahme wurde wegen ihrer psychologischen Wirkung in SERE-Schulen des US-Militärs verwendet. Holmes' Rezitation von 1915 hört man nun im Trailer ... hier das komplette Gedicht:
We're foot—slog—slog—slog—sloggin' over Africa Foot—foot—foot—foot—sloggin' over Africa -- (Boots—boots—boots—boots—movin' up and down again!) There's no discharge in the war! Seven—six—eleven—five—nine-an'-twenty mile to-day Four—eleven—seventeen—thirty-two the day before -- (Boots—boots—boots—boots—movin' up and down again!) There's no discharge in the war! Don't—don't—don't—don't—look at what's in front of you. (Boots—boots—boots—boots—movin' up an' down again); Men—men—men—men—men go mad with watchin' em, An' there's no discharge in the war! Count—count—count—count—the bullets in the bandoliers. If—your—eyes—drop—they will get atop o' you! (Boots—boots—boots—boots—movin' up and down again) -- There's no discharge in the war! We—can—stick—out—'unger, thirst, an' weariness, But—not—not—not—not the chronic sight of 'em, Boot—boots—boots—boots—movin' up an' down again, An' there's no discharge in the war! 'Taint—so—bad—by—day because o' company, But night—brings—long—strings—o' forty thousand million Boots—boots—boots—boots—movin' up an' down again. There's no discharge in the war! I—'ave—marched—six—weeks in 'Ell an' certify It—is—not—fire—devils, dark, or anything, But boots—boots—boots—boots—movin' up an' down again, An' there's no discharge in the war! Try—try—try—try—to think o' something different Oh—my—God—keep—me from goin' lunatic! (Boots—boots—boots—boots—movin' up an' down again!) There's no discharge in the war!